Tag 4: Das Kibbuz „Nes Ammim“

Heute wieder sehr, sehr lang geschlafen, danach noch eine ganze Weile gechillt. Erst am späteren Nachmittag treten wir die Zug-, Bus- und Taxifahrt nach Nes Ammim an. Nes Ammim ist ein Kibbuz im Norden Israels, „das einzige christliche Kibbuz der Welt“.

Stra�e nach Nes Ammim
Straße nach Nes Ammim

Ursprünglich bezeichnet der Begriff „Kibbuz“ eine „ländliche Kollektivsiedlung in Israel mit gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen“ (Wiki), davon ist aber leider nicht mehr wirklich viel zu merken. Im Wiki-Artikel wird auch beschrieben, dass sich die Kibbuzim in der heutigen Zeit unter starkem wirtschaftlichem Druck befinden, sich von der „sozialistischen Siedlung“ zum normalen Dorf wandeln. Privates Eigentum ist selbstverständlich, es gibt zum Teil nicht mal mehr einen gemeinsamen Speisesaal. Dieser ist in Nes Ammim vorhanden, doch ansonsten hat, zumindest mich als Besucher, nicht wirklich was an die Grundidee eines Kibbuz erinnert. Viel mehr scheint es wie ein Urlaubsort mit vielen Gästehäusern, Pool und großer Gartenanlage.
Nichts desto trotz ist es in Nes Ammim sehr idyllisch. Durch seine Abgelegenheit und Ruhe wirkt es wie eine Insel im sonst eher stressigen Israel.

Hütten der Volontäre
Hütten der Volontäre

viel grün
viel grün

Abends sitzen wir mit den hier arbeitenden Volontären gemütlich um eine Feuertonne. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass in Nes Ammim für das kommende Jahr noch mehrere Volontäre gesucht werden, also wer Bock auf ein Jahr Israel hat (vielleicht Zivi oder FSJ machen möchte/muss)… der oder die klicke hier. ;-)

Zu späteren Abendstunden soll es Nachtbaden in den Pool gehen. Dazu müssen mehrere Zäune überwunden werden, einer mit Stacheldraht bespickt. Nicht so einfach, da mit Badelatschen drüber zu kommen, so dass ich mir einen ordentlichen Kratzer am Bein hole. Nachdem alle Hürden überwunden, bemerken wir, dass wir nicht allein sind. Ein Israeli scheucht uns aufgebracht weg. Er ist wohl der Pächter des Pools. Da er nicht allein ist, sondern in Begleitung von zwei Frauen badet, können wir wohl verstehen, warum er allein sein will und treten den Rückweg an, was erneute Kletterei bedeutet.
Zum Glück findet sich ein angeschlossener Feuerwehrschlauch, so dass wir nicht leer ausgehen und doch noch unseren Spaß haben…