Tag 2: Totes Meer & Schlamm-Kur

Gestern erst 6 Uhr ins Bett. Ständiges Aufwachen, weil Leute in Eriks Zimmer stürmen, auf hebräisch schwafeln, ihn wecken wollen, weil er schon weit einer Stunde arbeiten müsste. Eine Stunde schlaf reicht wohl nicht ganz. So sind für Erik zwei Stunden draus geworden und er ist ne komplette Stunde zu spät auf Arbeit gekommen…tja.
Ich stattdessen kann noch ein bisschen weiterschlafen. Heute soll es ans Tote Meer gehen!
Zusammen mit 3 Kolleginnen Eriks geht’s los. Raghda (muslimische Araberin) fährt, außerdem Nurit (christliche Araberin mit israelischer Staatsbürgerschaft) und Johanna (deutsche Volontärin). Die Fahrt dauert etwa eine dreiviertel Stunde, durch die Wüste Negev. Das Gebiet wird als Westbank bezeichnet, welche zum palästinensischen Autonomiegebiet gehört. Dennoch ist die Straße, welche hindurchführt, in israelischem Besitz, und nur israelische Fahrzeuge dürfen sie passieren. Unterwegs kommen wir an diverse Straßenkontrollen, werden aber nach einem Blick auf die Insassen gleich durch gewunken.
Endlich am Meer angekommen. Es gibt einen Einlass. Jedoch wird uns dort empfohlen, an einen anderen Strand zu gehen. An diesem hier sind viele Araber, sie könnten sich an badenden Frauen in Badeanzug stören. Hier ist zu erwähnen, dass es auch jüdisch orthodoxe Strände gibt, die nach Geschlecht getrennt sind. Beim zweiten Anlauf kommen wir jedoch an einen jüdisch/Touristen-Strand. Hier treten keine Probleme auf. Das Wasser ist durch eine Kette aus Bojen zum Nachbarstrand abgegrenzt. Immer wenn von drüben ein Araber zu nah an die Absperrung schwimmt, kommt eine Megaphondurchsage auf Hebräisch, er solle sich entfernen.

Totes Meer, Negev im Hintergrund
Totes Meer, im Hintergrund Wüste Negev

Strand
Strand

Der Boden ist so heiß, dass mensch unmöglich barfuß laufen kann. Der enorme Salzgehalt im Wasser lässt den Körper bekannterweise oben schwimmen, was ein sehr lustiges Gefühl ist. Ein einziger kleiner Tropfen des Wassers im Mund lässt einen allerdings fast kotzen. Fischen und Pflanzen ist es aufgrund des Salzgehaltes nicht möglich, im Toten Meer zu leben. Jedoch soll der Meeresschlamm sehr gesund sein. Also fein den Körper eingerieben. Testweise auch zwei Dreads, die, so scheint es mir zumindest, danach viel härter waren.

Schlamm-Kur
Schlamm-Kur

Schließlich wird die Heimfahrt nach Jerusalem angetreten. Nurit bekommt wohl eine 90°-Kurve nicht mit und brettert ungebremst einen kleinen Abhang hinunter. Zum Glück waren keine Felsen im Weg, so dass wir durch Schotter und Sträucher zum stehen kommen. Prompt halten 2-3 Autos am Straßenrand an und wollen bei der Rückkehr auf die Straße helfen. Letztendlich setzt sich einer der Männer ans Steuer, Nurit hat es sich wohl nicht zugetraut, und fährt den Wagen nach oben.


3 Antworten auf „Tag 2: Totes Meer & Schlamm-Kur“


  1. 1 schneck 16. Juli 2009 um 14:58 Uhr

    die dreads sind hart wiel der ganze dreck sich da reingesetzt hat :D bring ein bisschen schlamm mit!

  2. 2 mama 18. Juli 2009 um 22:18 Uhr

    hallo mein sohn, so schmutzig sahst du bei mir nie aus!

  3. 3 israelurlaub.blogsport.de 15. März 2011 um 21:31 Uhr

    Totes meer.. Nice :)

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